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Wanderung im Nationalpark Ruhestein 10.09.2017

 

Tiefhängende Nebelwolken waren die Begleiter der Schramberger NaturFreunde bei ihrer Fahrt zum Ruhestein. Doch hier lichtete sich der Himmel und es wurde ein wunderschöner Sonnentag. Zunächst besuchte man das Naturschutz-Zentrum Nordschwarzwald des Nationalparks. Hier konnte man sich sehr viele Anregungen für die anstehende Wanderung holen.

Nach einer Mittagsrast bei Kaffee, Kuchen und Erbsensuppe wurde die Truppe von ihrem Schwarzwald-Guide Wolfgang begrüßt, der sie auf der Wanderung sachkundlich begleitete. Nach interessanten Informationen über den Nationlpark und die Aufgaben der Ranger ging es nun bergauf auf den Seekopf.

Unterwegs erfuhr man viel über das Leben  auf und im Waldboden. Und wie wichtig all die Kleinstlebewesen wie Ameisen und die vielen kleinsten Käferarten für die Entwicklung des Waldes sind. Weiter führte der Weg durch eine Kulturlandschaft mit ihren Grinden mit Rasenbinsen, Pfeifengras, Latsche, Heidelbeere und Heidekraut. Hier haben Kreuzotter und Bergeidechse ihr Zuhause. Und auch das Auerwild findet hier reichlich Nahrung. In den Latschen brütet wieder der vom Aussterben bedrohte Zitronengirlitz. Beim Blick zum „Wilder See“ hinunter konnten die Wanderer die Entwicklung des Bannwaldes in seinen verschiedenen Entwicklunsphasen schon sehr gut erkennen. Unser Schwarzwald- Guide wußte viel zu erzählen über den Wandel im Wald, angefangen von Waldrodung durch Köhler, Glasbläser, Flößer bis zur Waldwirtschaft in unserer Zeit. Der Bannwald, ein Juwel unter den Wäldern, bietet mit seinem hohen Anteil von abgestorbenen Bäumen vielen Totholzbewohnern wichtigen Lebensraum . Vor allem Pilze spielen dabei eine wichtige Rolle zur Zersetzung des Holzes. Dadurch können sich Heere von Kleinlebewesen entwickeln, die wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel sind. Im Bannwald des Schwarzwaldes profitieren dreizig Brutvogelarten davon.

Auf einem herrlichen, schmalen Pfad, vorbei am „Euting Grab“, wanderte man weiter zur „Darmstädter Hütte“, wo man eine zünftige Brotzeit einlegte. Danach ging es bergab zum Ausgangspunkt Ruhestein. Ein Dank galt Silke und Doris für die hervorragende Organisation. Alle Teinehmer waren sich einig, einen sehr interessanten, lehrreichen Tag erlebt zu haben.

Presseinfo Naturfreunde Schramberg

 

 

 

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