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Naturverträglich Klettern

10 Regeln zum naturverträglichen Klettern

Bewegung in der Natur ist eine schöne Sache für den Menschen - nicht immer aber auch für die Natur. Kletterer können in sensible ökologische Systeme vordringen, ohne sich dabei unbedingt der Auswirkung des eigenen Handelns für die Natur bewusst sein zu müssen.

 

1. Aktuelle Kletterregelung beachten
Informiert euch rechtzeitig über die aktuellen Regelungen. Ge- und Verbote findet ihr in der Rubrik Kletterregelung, auf Infotafeln in den Klettergebieten und in guten Kletterführern.

2. Umweltverträglich anreisen
Wenn ihr bei der Anreise in die Klettergebiete öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder Fahrgemeinschaften bildet, entlastet ihr die Umwelt. Zudem spart ihr euch die oft langwierige Parkplatzsuche – Parkmöglichkeiten sind in vielen Klettergebieten rar.

3. Nur zugelassene Parkplätze nutzen
Wildes Parken ist nicht nur ein Ärgernis für Anlieger oder Landwirte, sondern kann auch die Vegetation schädigen. Nutzt zum Parken deshalb nur die vorgesehenen Parkplätze.

4. Nicht auf Abwege geraten
Der Wald unterhalb der Felsen geht häufig in steile Geröllhalden über. Diese Biotope sind wegen ihrer flachgründigen Böden äußerst trittempfindlich. Haltet euch an die üblichen Zustiegspfade und schont die heimischen Pflanzen.

5. Pflanzenbewuchs erhalten
Die Vegetation der Felsen setzt sich oft aus einer Vielzahl von Kleinstbiotopen zusammen. Achtet deshalb darauf, Felsen mit ausgeprägter Vegetation nur behutsam und stark bewachsene Wandbereiche gar nicht zu begehen. Die Pflanzen- und Tierwelt der häufig versteckt im Wald liegenden Boulderfelsen ist zwar oft nicht so spektakulär wie an den großen Felsen. Weniger schützenswert ist sie deshalb aber nicht. Auch unter den Schattenpflanzen finden sich viele seltene Arten: Vor allem Flechten, Moose und Farne aber auch Blütenpflanzen.

6. Tabuzonen respektieren
Unterhalb von Felskopfbereichen mit sensibler Vegetation, die vor Trittbelastung geschützt werden soll, werden Umlenk- und Abseilhaken angebracht.

Sensible Felszonen, in denen das Beklettern den Bestand einer Art oder einer Vegetationsgesellschaft gefährden würde, werden im Rahmen von Kletterkonzeptionen stillgelegt. Gesperrte bzw. offene Felsbereiche sind an den bundesweit einheitlichen Symbolen Kreuz und Pfeil zu erkennen.

7. Brutzeiten sind Sperrzeiten!
Während die geschützten, in den Felsen beheimateten Vogelarten brüten und ihre Jungen aufziehen, wird im Bereich der Brutplätze eine zeitlich befristete Sperrung verhängt. Durch die Beachtung dieser Sperrungen tragen Kletterer zum Schutz seltener Vögel wie Wanderfalke und Uhu bei. Informationen über befristete Sperrungen bieten Hinweistafeln an den Felsen oder gleich hier in der Rubrik Kletterregelung.

8. Keinen Müll zurücklassen
Achtlos weggeworfenen Abfälle verschandeln die Felsgebiete nicht nur optisch: Pflanzen und Tiere reagieren auf Veränderungen ihres Lebensraumes sehr empfindlich. Müll darf deshalb in keinem Fall am Fels zurückbleiben, Fäkalien müssen vergraben und für Lagerfeuer dürfen nur ausgewiesene Feuerstellen genutzt werden.

9. Nutzen bieten, Nutzen ernten
Nutzt für Übernachtung und Verpflegung lokale Gasthöfe oder Zeltplätze. So profitiert auch die ansässige Bevölkerung vom Klettersport und der persönliche Kontakt zu den Einheimischen hilft, mögliche Vorurteile gegenüber Kletterern auszuräumen.

10. Sanierungen und Erschließungen abstimmen!
In vielen Klettergebieten wurden Arbeitskreise für Klettern und Naturschutz (AKN) gegründet, die sich dem naturverträglichen Klettersport verschrieben und auch Regeln zur Erschließung von Neutouren entwickelt haben. Nur wenn diese Beschlüsse eingehalten werden, können Felsbereiche geschützt und Konflikte vermieden werden.

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